November 7, 2007
nachtleben
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新聞
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50 Jahre Trabant
Vor genau 50 Jahren begann ein besonderes Kapitel sächsischer Automobilgeschichte: Mit der Nullserie des P 50 schlug in Zwickau die Geburtsstunde des Trabant.
Rechte: dpa
MDR 1 RADIO SACHSEN-Autor Michael de Schultz nimmt die Hörer am Mittwochabend mit auf eine Zeitreise. Sie werden erleben, wie der Trabant "laufen" lernte und wie er mit der Wende fast zum "Auslaufmodell" wurde. Zu Wort kommen Zeitzeugen, die das Fahrzeug kreierten und es weiterentwickeln wollten, aber nicht durften.
"Duroplast, die Haut des Trabis, besteht aus einer Kombination aus Baumwolle und Phenolharz."
Wolfgang Barthel
Studierter Maschinenbauer
Warum ist der Trabi eigentlich ein Kultauto?
Erzählt wird auch, warum der Trabant aus Duroplast gefertigt und schließlich zum Kultfahrzeug wurde. Wer fährt heute noch Trabant? Hat das Gefährt wirklich Chancen auf eine Wiedergeburt? Antworten dazu am Mittwochabend ab 20:00 Uhr bei MDR 1 RADIO SACHSEN.
"Der Wagen war damals durch die Kunststoff-Karosserie führend auf dem Automarkt."
Karl Hahn
ehemaliger VW-Chef
Wissenswertes: Gestern
Die erste Serie des Trabants mit einem halben Liter Hubraum, genügte den damaligen Ansprüchen des Automobilbaus voll und ganz. Dass die West-Konstruktion Volkswagen einen 4-Zylinder-4-Takt-Motor hatte, konnte man auch zu seinem Nachteil auslegen. Schließlich lief der Zweitakter im Trabi wesentlich sparsamer - bei ähnlichem Platz- und Leistungsangebot. Im Trabant P 50 standen zunächst 18 PS zur Verfügung. Sie reichten, um das Auto bis auf 90 km/h zu beschleunigen. Bis 80 km/h waren dann allerdings schon 36 Sekunden vergangen. Wie viel Zeit der Trabi für die restlichen 10 km/h Beschleunigung benötigte, ist unbekannt. 8 Liter Zweitaktgemisch waren für dieses Temperament auf 100 Kilometer nachzufüllen.
Ab 1963 gab es das Auto dann bei etwas größerem Durst auch als Trabant P 60 mit 600 Kubikzentimeter Hubraum und 23 PS unter der Haube. Die Entwicklung des Kombi-Modells "Universal" darf als wirklich fortschrittlich gelten: Kombis waren damals im europäischen Straßenbild die absolute Ausnahme.
Wissenswertes: Heute
Heute sind von weit über drei Millionen produzierten Exemplaren rund 50.000 übrig. Die einen werden als billige Alltagsautos langsam aber sicher kaputt gefahren. Die anderen sind in den Händen von Liebhabern, die sich wieder in zwei Gruppen einteilen. Die einen wagen aufwändige Umbauten zum Cabrio oder Pick-up und verzieren ihren Trabant mit extravaganten Farben und Spoilern. Getönte Scheiben, verchromter Innenraum? Alles zu haben! Nur die Minderheit erhält das Auto im originalen Zustand. Blassblau oder hellgrün mit (auf Hochglanz polierten) Chromstoßstangen, am Besten mit "DDR"-Schild am Heck. Diese Exemplare sind es, die Erinnerungen wecken und wahre Wehmut hervorrufen können.
zuletzt aktualisiert: 06. November 2007 | 13:5
Vor genau 50 Jahren begann ein besonderes Kapitel sächsischer Automobilgeschichte: Mit der Nullserie des P 50 schlug in Zwickau die Geburtsstunde des Trabant.
Rechte: dpa
MDR 1 RADIO SACHSEN-Autor Michael de Schultz nimmt die Hörer am Mittwochabend mit auf eine Zeitreise. Sie werden erleben, wie der Trabant "laufen" lernte und wie er mit der Wende fast zum "Auslaufmodell" wurde. Zu Wort kommen Zeitzeugen, die das Fahrzeug kreierten und es weiterentwickeln wollten, aber nicht durften.
"Duroplast, die Haut des Trabis, besteht aus einer Kombination aus Baumwolle und Phenolharz."
Wolfgang Barthel
Studierter Maschinenbauer
Warum ist der Trabi eigentlich ein Kultauto?
Erzählt wird auch, warum der Trabant aus Duroplast gefertigt und schließlich zum Kultfahrzeug wurde. Wer fährt heute noch Trabant? Hat das Gefährt wirklich Chancen auf eine Wiedergeburt? Antworten dazu am Mittwochabend ab 20:00 Uhr bei MDR 1 RADIO SACHSEN.
"Der Wagen war damals durch die Kunststoff-Karosserie führend auf dem Automarkt."
Karl Hahn
ehemaliger VW-Chef
Wissenswertes: Gestern
Die erste Serie des Trabants mit einem halben Liter Hubraum, genügte den damaligen Ansprüchen des Automobilbaus voll und ganz. Dass die West-Konstruktion Volkswagen einen 4-Zylinder-4-Takt-Motor hatte, konnte man auch zu seinem Nachteil auslegen. Schließlich lief der Zweitakter im Trabi wesentlich sparsamer - bei ähnlichem Platz- und Leistungsangebot. Im Trabant P 50 standen zunächst 18 PS zur Verfügung. Sie reichten, um das Auto bis auf 90 km/h zu beschleunigen. Bis 80 km/h waren dann allerdings schon 36 Sekunden vergangen. Wie viel Zeit der Trabi für die restlichen 10 km/h Beschleunigung benötigte, ist unbekannt. 8 Liter Zweitaktgemisch waren für dieses Temperament auf 100 Kilometer nachzufüllen.
Ab 1963 gab es das Auto dann bei etwas größerem Durst auch als Trabant P 60 mit 600 Kubikzentimeter Hubraum und 23 PS unter der Haube. Die Entwicklung des Kombi-Modells "Universal" darf als wirklich fortschrittlich gelten: Kombis waren damals im europäischen Straßenbild die absolute Ausnahme.
Wissenswertes: Heute
Heute sind von weit über drei Millionen produzierten Exemplaren rund 50.000 übrig. Die einen werden als billige Alltagsautos langsam aber sicher kaputt gefahren. Die anderen sind in den Händen von Liebhabern, die sich wieder in zwei Gruppen einteilen. Die einen wagen aufwändige Umbauten zum Cabrio oder Pick-up und verzieren ihren Trabant mit extravaganten Farben und Spoilern. Getönte Scheiben, verchromter Innenraum? Alles zu haben! Nur die Minderheit erhält das Auto im originalen Zustand. Blassblau oder hellgrün mit (auf Hochglanz polierten) Chromstoßstangen, am Besten mit "DDR"-Schild am Heck. Diese Exemplare sind es, die Erinnerungen wecken und wahre Wehmut hervorrufen können.
zuletzt aktualisiert: 06. November 2007 | 13:5



















